Jan Doležel

Jan DolezelJan Doležel (*1984 in Pilsen) wird von Publikum und Fachkritik gleichermaßen für seine souveräne Beherrschung des Instruments, seine Registrierkunst und sein ausgeprägtes Spiel geschätzt. Mit seiner Fähigkeit, musikalische Spannung zu bilden und mit seinem Sinn für Dramatik hat er wiederholt das Publikum in mehreren europäischen Ländern begeistert.

In seiner intensiven Konzerttätigkeit legt Jan Dolezel großen Wert auf Aufführungen von aussagekräftigen und wenig gespielten Kompositionen, die er gerne auch auf passenden historischen Instrumenten zu Gehör bringt.

Weitere Kennzeichen seiner Konzerte sind wirkungsvoll zusammengestellte Programme und Aufführungen ganzer zyklischer Werke.

Zu seinen jüngsten Erfolgen zählt z.B. sein Reger-Konzert beim Rheingau Musik Festival, das von der Presse als "Glanzpunkt des Rheingau Musik Festivals" bezeichnet wurde.

Im Jahr 2016 spielte er in seinen Konzerten alle wichtigen Orgelwerke von Max Reger und das gesamte Orgelwerk des in Vergessenheit geratenen deutschen Komponisten Heinrich Kaminski.

Jan Dolezel ist künstlerischer Leiter des Festivals "Orgelherbst Obereisenheim". Auf der Brandenstein-Orgel von 1721 hat er hier das "Wohltemperierte Clavier I" von Johann Sebastian Bach sowie "Tabulatur Buch Darinnen daß Vatter unser", ein Großwerk von Johann Ulrich Steigleder, aufgeführt.

Im Jahr 2015 hatte Jan Dolezel eine szenische Aufführung des Zyklus "Apparatus musico-organisticus" von Georg Muffat beim "Orgelherbst Obereisenheim" auf dem Programm, für das er das Drehbuch geschrieben und die Regie und den Orgelpart übernommen hat.

Auf dem Programm der Konzerte von Jan Dolezel steht oft auch Musik des 20. Jahrhunderts. Besonders spannend war die Aufführung des Stückes "Fantasia für Orgel mit Obbligati" von Mauricio Kagel für Orgel und zwei Tonbänder auf der historischen Amalien-Orgel von 1755 in Berlin.

In der Lorenzkirche Nürnberg und auf der historischen Walcker-Orgel von 1869 in Waldkirch hat Jan Dolezel die Variationen über ein Rezitativ von Arnold Schönberg interpretiert.

Außerdem ist es Jan Dolezels Anliegen, tschechische Orgelmusik einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen:

Seine Aufführungen des größten Werkes der tschechischen Orgelsymphonik - das St.Wenzel-Triptychon von Vitezslav Novak - haben begeisterte Aufnahme bei Publikum und Presse gefunden (z.B. Orgelfestival Ruhr, Konstanzer Münster, Hamburg-Hauptkirche St.Petri, Dom zu Erfurt, ...).

Darüber hinaus spielt er die in Deutschland nahezu unbekannten Werke tschechischer Meister wie Antonin Dvorak, Leos Janacek, Bohuslav Martinu, Josef Klicka, Vitezslav Novak, Osvald Chlubna, Miloslav Kabelac oder Marek Kopelent.

Studiert hat Jan Dolezel in Pilsen (Adam Viktora), Prag (Jaroslav Tůma), Lübeck (Franz Danksagmüller, Hans-Jürgen Schnoor) und Würzburg (Christoph Bossert). Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe (darunter ION Nürnberg 2013) und war Stipendiat des Evangelischen Studienwerks.

Seit dem Jahr 2012 unterrichtet er Orgel an der Hochschule für Musik in Würzburg.

www.jandolezel.com

 



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