Aktuelle Max-Reger-Akademie:
www.max-reger-akademie.de

Max-Reger-Akademie 2006-2011

Giengen - Lüneburg

Künstlerische Leitung: Prof. Dr. h.c. Christoph Bossert

Max Reger
Bild-Quelle: Wikipedia

Die internationalen Meisterkurse Max Reger haben vornehmlich die Vermittlung wesentlicher kompositorischer, ästhetischer, spielpraktischer und orgelbaulicher Entwicklungen bis Max Reger zum Ziel, wollen aber auch die Aufbrüche in die Moderne seit Max Reger aufzeigen.

Zentraler Bestandteil ist die Gesamtaufführung* des Reger-Orgelwerks innerhalb der Meisterkurse in insgesamt 17 Konzerten. Kursinstrumente sind erstrangige Orgeln der deutschen Spätromantik, sowie den Themenschwer- punkten zuzuordnende, richtungweisende Instrumente des 17. bis 20. Jahrhunderts. Das Angebot umfasst über sechs Jahre (2006-2011) einen je 10-tägigen Meisterkurs, der immer Anfang September stattfindet.

 

Die Hauptveranstalltungsorte sind an den zwei erstklassigen spätromantischen Orgeln in Lüneburg und Giengen an der Brenz, wobei der Kurs in einem zweijährigen Rhythmus abweschselnd an beiden Orten stattfindet.

  2006 Giengen an der Brenz - Max-Reger-Biennale
  2007 Lüneburg - St.Nicolai
  2008 Giengen an der Brenz - Max-Reger-Biennale, Bamberg
  2009 Lüneburg - St.Nicolai
  2010 kein Kurs
  2011 Lüneburg - St.Nicolai, Berliner Dom, Zürich-St.Anton

Darüber hinaus wurde im Jahr 2005 der "nullte Jahrgang" für eingeladene Studenten aus mehreren europäischen Ländern in Lüneburg veranstaltet.

 

Die Kunst des Registrierens

von Jan Doležel

Der richtige Klang ist für jedes Musikstück von absolut entscheidender Bedeutung. Bei der Orgel wird dieses Problem weiter zugespitzt: Die Orgelwerke sind vom Komponisten quasi als ein Klavierauszug oder im besten Fall als Particell hinterlassen, das vom Interpreten orchestriert und somit entscheidend beeinflusst wird.

Link-Orgel in Giengen an der BrenzEine gute Registrierung zu finden ist eine Kunst für sich, von der Notwendigkeit eines geeignetes Instruments abgesehen. Bei der Musik Regers sind die Registrierungsabläufe oft äußerst komplex, doch allzu oft entscheidet eine richtige Klangfarbe über Leben und Tod der gespielten Musik.

Die deutschen spätromantischen Orgeln verfügen über eine enorme Palette von Klangfarben, die sehr fein nuanzierte Schattierungen ermöglichen. Eine gute Registrierung schöpft eben diese Möglichkeiten aus, sonst ist es wie ein konzertanter Vortrag von Symphonien auf dem Klavier aus dem Klavierauszug.

Die Konzentration auf die historische Orgel bei der Max-Reger-Akademie hat eben diesen Hintergrund. Sehr viel aus der Musik Regers wird nur deswegen missverstanden, weil das Klangerlebnis, das die Musik in sich trägt, durch falsche Registrierung oder sogar durch Verwendung nicht geeigneter Instrumente leidet.

Klangfarbe ist für alle Instrumente Anfang und Ende allen Bemühens. Warum sollte es bei der Orgel anders sein?


*Aus Gründen der Programmdramaturgie wurden nicht alle 52 Choralvorspiele aus op.67 und 30 Choralvorspiele aus op.135a in den Konzertprogrammen der Gesamtwerkaufführung berücksichtigt. Ferner unterblieb die Aufführung der Stücke „Variationen und Fuge über Heil, unsrem König, Heil“ ohne op. (1901, Weiden), sowie der Stücke Nr. 2-7 aus „Sieben Stücke“ op.145 (1915/1916, Jena). Um nicht einer möglichen politischen Ver-fänglichkeit einzelner Stücke Vorschub zu leisten haben wir uns entschlossen, die „Trauerode“ op.145/1 stellvertretend für das ganze Opus sprechen zu lassen.

 

 

Auf CD: 
 

Max-Reger: op.59 auf der Voith-Orgel in Karlsruhe-BulachMax Reger: Zwölf Stücke op.59 • Lieder aus op.76 und 137 • Wolf/Reger - Geistliche Lieder
Voith-Orgel von 1906 in Karlsruhe-Bulach

Studenten an der Hochschulen für Musik Trossingen und Würzburg sowie Teilnehmer der Max-Reger-Akademie 2006

 

Christoph Bossert: Max Reger - Choralphantasien op.52Max Reger: Drei Choralphantasien op.52
Christoph Bossert auf der Link-Orgel in Giengen an der Brenz
Veröffentlicht anlässlich des Max-Reger-Biennale Gingen an der Brenz 2006

  •  weitere Informationen unter www.organum-classics.de

 


Im Plannung:
 
Max Reger - Das gesammte Orgelwerk mit Christoph Bossert

Für die Aufnahmen werden ausschlieslich sorgfältig ausgewählte, erstklassige spätromantische Orgeln verwendet. Nähere Informationen finden Sie hier in Kürze.


Im Herbst 2013:
 
Max Reger auf der Furtwängler-Hammer Orgel in Lüneburg
Phantasie und Fuge d-Moll op.135b • Vier Präludien und Fugen op.85 • Sieben Stücke op.129

Es spielen die Teilnehmer der Max-Reger-Akademie 2011 



Zu weiteren CDs der Orgelklasse






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